9 a/b zu Besuch in "Little Berlin"

Besuch des Deutsch-Deutschen Museums in Mödlareuth am 03. Dezember 2015

www.mödlareuth.de

Nachdem sie im GSE-Unterricht die Themen "Nachkriegszeit" und "Deutschlands Teilung im Kalten Krieg" durchgenommen hatten, unternahmen unsere beiden 9. Klassen am 3. Dezember 2015 eine Fahrt ins Deutsch-Deutsche Grenzmuseum Mödlareuth bei Töpen in der Nähe von Hof.

Infolge seiner Grenzlage zwischen Thüringen und Bayern, nur durch das Bächlein "Tannbach" getrennt, wurde der Ort nach dem 2. Weltkrieg in einen russisch besetzten "Ost-" und einen zur amerikanischen Besatzungszone gehörenden "Westteil" gespalten. Hier konnten die Schüler hautnah nachvollziehen, was es zwischen 1945 und 1990 hieß, von der "Zonengrenze" zwischen Bundesrepublik und DDR mitten durch den eigenen Dorfkern betroffen zu sein und gleichsam in "Little Berlin" zu leben. Im Verlauf der sehr anschaulichen und lebendigen Führung durch einen der Museumsmitarbeiter gab es zunächst eine bildreiche Präsentation zur über 40-jährigen Trennungsgeschichte zu sehen. An den originalgetreu erhaltenen Metallgitterzäunen, Mauerstreifen und Wachtürmen wurde die menschenverachtende Brutalität der ausgeklügelten Grenzsperren dann real spürbar. Vielerlei Hindernisse, abgerichtete Hunde, Minen, Selbstschussanlagen und der "Schießbefehl" für die Grenzsoldaten sollten die "Republikflucht" aus der DDR mit allen Mitteln verhindern und die Grenze zunehmend unüberwindlich machen. Gleichwohl wurde in den eingestreuten Geschichten während der Führung auch deutlich, dass sich dennoch viele Menschen in all den Jahren weder durch Lebensgefahr noch durch harte Strafandrohungen von Fluchtversuchen abhalten ließen.

Erst der "Mauerfall" 1989 und die Wiedervereinigung Deutschlands 1990 ermöglichten es schließlich auch den Mödlareuthern, zu einem gemeinsamen Dorfleben zurückzufinden.

Umfangreiche vertiefende Informationen zum Thema findet man auf der Website des Museums: www.mödlareuth.de

9 a/b beim AIDS-Parcours der AOK Coburg

Am 28. November 2015 besuchten unsere beiden 9. Klassen im Rahmen der Gesundheitserziehung und des Sexualkundeunterrichts den AIDS–Parcours der AOK Coburg.

In den zurückliegenden Jahren erzielte die AIDS-Forschung bedeutende Fortschritte, sodass sich auch Behandlung und Lebensqualität HIV-infizierter Menschen erheblich verbessern ließen. Gleichwohl leben in Deutschland über 60.000 Menschen mit einer HIV-Infektion oder mit der bereits ausgebrochenen Krankheit. Noch immer stecken sich pro Jahr mehrere tausend Menschen aus mangelnder Kenntnis oder Leichtfertigkeit mit dem Virus an.

Die erlebnisorientierte Präventionsaktion der AOK, welche in Zusammenarbeit mit der AIDS-Beratung Oberfranken, der Diakonie Coburg und dem Landratsamt Coburg stattfand, bot den Schülern viele wichtige Informationen rund um das Thema AIDS.

Die Schüler durchliefen in Kleingruppen einen interaktiven Parcours und informierten sich unter pädagogischer Betreuung über Übertragungswege, Schutzmaßnahmen und Verhütungsmittel  sowie ein Leben mit der Infektion. Aber auch Fragen rund um die Themen Partnerschaft, Liebe und Beziehung wurden dabei angesprochen. Erklärtes Ziel dieser Aktion war es, einer zunehmenden Sorglosigkeit und einem nachlassenden Schutzverhalten im Umgang mit der Krankheit entgegenzuwirken.

In einem begleitenden Wissenstest konnten die Schüler ihre Kenntnisse überprüfen und die punktestärkste Gruppe erhielt eine kleine Anerkennungsprämie.