Nutzungsordnung der EDV-Einrichtung und des Internets für Schülerinnen und Schüler an der Grund- und Mittelschule Seßlach

 

A. Allgemeines

 

Die EDV-Einrichtung der Grund- und Mittelschule Seßlach und das Internet können als Lehr- und Lernmittel genutzt werden. Dadurch ergeben sich vielfältige Möglichkeiten, pädagogisch wertvolle Informationen abzurufen. Gleichzeitig besteht jedoch die Gefahr, dass Schülerinnen und Schüler Zugriff auf Inhalte erlangen, die ihnen nicht zur Verfügung stehen sollten. Weiterhin ermöglicht das Internet den Schülerinnen und Schülern, eigene Inhalte weltweit zu verbreiten.

Die Grund- und Mittelschule Seßlach gibt sich deshalb für die Benutzung von schulischen Computereinrichtungen mit Internetzugang die folgende Nutzungsordnung. Diese gilt für die Nutzung von Computern und des Internets durch Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Unterrichts, der Gremienarbeit sowie außerhalb des Unterrichts zu unterrichtlichen Zwecken.


B. Regeln für jede Nutzung

 

1. Schutz der Geräte

Elektronische Geräte sind besonders empfindlich und daher stets mit Vorsicht und Bedachtsamkeit zu handhaben. Insbesondere gefährdet sind sie durch Schmutz und Flüssigkeiten, weshalb während der Nutzung der Schulcomputer Essen und Trinken generell verboten sind.

Die Bedienung der Hard- und Software hat entsprechend den vorhandenen Instruktionen zu erfolgen. Störungen oder Schäden sind sofort der aufsichtführenden Person zu melden. Wer schuldhaft Schäden verursacht, hat diese zu ersetzen. Bei Schülerinnen und Schülern, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, hängt die deliktische Verantwortlichkeit von der für die Erkenntnis der Verantwortlichkeit erforderlichen Einsicht ab (§ 823 Abs. 3 Bürgerliches Gesetzbuch - BGB).

  

2. Anmeldung an den Computern

Die Nutzung der Computer in den Computerräumen erfolgt ausschließlich unter Leitung einer Lehrkraft, wobei an jedem Gerät eine individuelle Anmeldung mit Benutzernamen und Passwort erforderlich ist. Nach Beendigung der Nutzung haben sich die Schülerin oder der Schüler am PC bzw. beim benutzten Dienst abzumelden. Für Handlungen im Rahmen der schulischen Intranet- und Internetnutzung sowie für die Inhalte ihres zugeteilten Speicherplatzes sind die jeweiligen Schülerinnen und Schüler verantwortlich. Das Passwort muss vertraulich behandelt werden. Das Arbeiten unter einem fremden Passwort ist verboten. Wer vermutet, dass sein Passwort anderen Personen bekannt geworden ist, ist verpflichtet, dieses zu ändern.

Die Nutzung der Computer und des Internets in den Klassenräumen ist ohne individuelle Authentifizierung möglich und daher ausschließlich unter Beaufsichtigung durch eine verantwortliche Lehrkraft bzw. auf deren Anordung hin gestattet. Die Schule kann als eine weisungsberechtigte Aufsicht neben Lehrkräften und sonstigen Bediensteten der Schule auch Eltern bzw. externe Leiter von Unterrichtsprojekten einsetzen.

Nach Beendigung der Nutzung haben die Schülerin oder der Schüler die Sitzung am PC bzw. den benutzten Dienst zu beenden und den allgemeinen Abmeldevorgang durchzuführen. Auch hier gilt, dass für Handlungen im Rahmen der schulischen Internetnutzung die jeweiligen Schülerinnen und Schüler verantwortlich sind.

  

3. Eingriffe in die Hard- und Softwareinstallation, Speichervolumen

Veränderungen der Installation und Konfiguration der Arbeitsstationen und des Netzwerks sowie Manipulationen an der Hardwareausstattung sind grundsätzlich untersagt. Dies gilt nicht, wenn Veränderungen auf Anordnung des Systembetreuers durchgeführt werden oder wenn temporäre Veränderungen im Rahmen des Unterrichts explizit vorgesehen sind. Fremdgeräte (beispielsweise Peripheriegeräte wie externe Datenspeicher oder persönliche Notebooks) dürfen nur mit Zustimmung des Systembetreuers, einer Lehrkraft oder aufsichtführenden Person am Computer oder an das Netzwerk angeschlossen werden. Das Laden von Dateien aus dem Internet und Versenden von Dateien in das Internet ist untersagt bzw. nur auf Anordung der verantwortlichen Lehrkraft hin statthaft. Sollte ein Nutzer unberechtigt solche oder unangemessen große Datenmengen in seinem Arbeitsbereich ablegen, ist die Schule berechtigt, diese Daten zu löschen.

Die Nutzung des nicht personenbezogen zugewiesenen Speicherraums der Klassenraumcomputer ist jeweils nur mit ausdrücklicher Erlaubnis der verantwortlichen Aufsichtsperson gestattet. Für die so gespeicherten Daten und Dokumente übernimmt die Schule dabei keinerlei Verantwortung, nicht autorisierte bzw. nicht zuordenbare Daten auf den Klassenraumcomputern wiederum können von der Schule unmittelbar bei Feststellung gelöscht werden.

  

4. Verbotene Nutzungen

Die gesetzlichen Bestimmungen - insbesondere des Strafrechts, des Urheberrechts und des Jugendschutzrechts - sind zu beachten. Es ist verboten, pornographische, gewaltverherrlichende oder rassistische Inhalte aufzurufen oder zu versenden. Werden solche Inhalte versehentlich aufgerufen, ist die Anwendung zu schließen und der Aufsichtsperson Mitteilung zu machen. Verboten ist insbesondere auch die Nutzung von Online-Tauschbörsen.

 

5. Filterung und Protokollierung des Datenverkehrs

Die Schule ist in Wahrnehmung ihrer Aufsichtspflicht berechtigt, den Datenverkehr zu speichern und zu kontrollieren, sowie den Zugriff auf für ihre Schüler ungeeignete Internetinhalte durch eine Filtersoftware zu unterbinden. Die eingesetzte Software ermöglicht sowohl die direkte Einsichtnahme in die Vorgänge auf allen Netzwerkcomputern im laufenden Betrieb und deren Kontrolle als auch deren Protokollierung und Speicherung. Diese Daten werden in regelmäßigem Abstand nach einem halben Jahr gelöscht, in der Regel zum Schulhalbjahr bzw. Schuljahresende. Dies gilt nicht, wenn Tatsachen den Verdacht eines schwerwiegenden Missbrauches der schulischen Computer begründen. In diesem Fall sind die personenbezogenen Daten bis zum Abschluss der Prüfungen und Nachforschungen in diesem Zusammenhang zu speichern. Die Schulleiterin/der Schuleiter oder von ihr/ihm beauftragte Personen werden von ihren Einsichtsrechten in die gespeicherten Protokolle nur stichprobenartig oder im Einzelfall in Fällen des Verdachts von Missbrauch Gebrauch machen.

 

6. Nutzung von Informationen aus dem Internet

Die Nutzung der EDV-Einrichtung und des Internets ist nur im Unterricht und außerhalb des Unterrichts zur unterrichtlichen Zwecken zulässig. Die Nutzung der EDV-Einrichtung und des Internets zu privaten Zwecken ist nicht gestattet. Als schulisch ist ein elektronischer Informationsaustausch anzusehen, der unter Berücksichtigung seines Inhalts und des Adressatenkreises mit der schulischen Arbeit im Zusammenhang steht. Das Herunterladen von Anwendungen ist nur mit Einwilligung der Schule zu unterrichtlichen Zwecken zulässig. Die Schule ist nicht für den Inhalt der über ihren Zugang abrufbaren Angebote Dritter im Internet verantwortlich. Im Namen der Schule dürfen weder Vertragsverhältnisse eingegangen noch ohne Erlaubnis kostenpflichtige Dienste im Internet benutzt werden. Auch beim gestatteten Herunterladen wie bei der Weiterverarbeitung von Daten aus dem Internet sind insbesondere Urheber- oder Nutzungsrechte zu beachten.

 

7. Verbreiten von Informationen im Internet

Werden im gestatteten Rahmen Informationen im bzw. über das Internet verbreitet, geschieht das unter Beachtung der allgemein anerkannten Umgangsformen. Die Veröffentlichung von Internetseiten der Schule bedarf der Genehmigung durch die Schulleitung.

Für fremde Inhalte ist insbesondere das Urheberrecht zu beachten. So dürfen beispielsweise digitalisierte Texte, Bilder und andere Materialien nur mit Zustimmung des Rechteinhabers auf eigenen Internetseiten verwandt oder über das Internet verbreitet werden. Der Urheber ist zu nennen, wenn dieser es wünscht.

Das Recht am eigenen Bild ist zu beachten. Daten von Schülerinnen und Schülern sowie Erziehungsberechtigten dürfen auf den Internetseiten der Schule nur veröffentlicht werden, wenn die Betroffenen wirksam eingewilligt haben. Bei Minderjährigen bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres ist dabei die Einwilligung der Erziehungsberechtigten, bei Minderjährigen ab der Vollendung des 14. Lebensjahres deren Einwilligung und die Einwilligung der Erziehungsberechtigten erforderlich. Die Einwilligung kann widerrufen werden. In diesem Fall sind die Daten zu löschen. Für den Widerruf der Einwilligung muss kein Grund angegeben werden. Die Schülerinnen und Schüler werden auf die Gefahren hingewiesen, die mit der Verbreitung persönlicher Daten im Internet einhergehen. Weiterhin wird auf einen verantwortungsbewussten Umgang der Schülerinnen und Schüler mit persönlichen Daten hingewirkt.

 

C. Schlussvorschriften

  

Schulleitung, Lehrkräfte, Bedienstete der Schule und andere aufsichtführende Personen wirken auf die Einhaltung der Nutzungsordnung durch die Schülerinnen und Schüler aktiv hin.

Die Schülerinnen und Schüler haben die EDV-Einrichtung und das Internet verantwortungsbewusst zu nutzen. Sie dürfen bei der Nutzung der EDV-Einrichtung und des Internets nicht gegen gesetzliche Vorschriften verstoßen. Sie haben die Regelungen der Nutzungsordnung einzuhalten.

Zuwiderhandlungen gegen diese Nutzungsordnung können neben dem Entzug der Nutzungsberechtigung schulordnungsrechtliche Maßnahmen zur Folge haben. Nutzer, die unbefugt Software von den Arbeitsstationen oder aus dem Netz kopieren oder verbotene Inhalte nutzen, können zudem strafrechtlich sowie zivilrechtlich belangt werden.

Diese Nutzungsordnung ist Bestandteil der Hausordnung und tritt am Tage nach ihrer Bekanntgabe durch Aushang in der Schule in Kraft.

 

Seßlach, den 22. Januar 2013                                            H. Dillig, Rektor